Was der Leber schadet und was ihr gut


Alkohol, Umweltgifte und Medikamente sind echte Leberfeinde. Doch zusätzlich kommt es tagtäglich zur Aufnahme bedenklicher Substanzen, die ebenfalls eine schädliche Wirkung auf unser wichtigstes Entgiftungsorgan haben. Dazu gehören auch Lebensmittel, die gentechnisch verändert oder stark chemisch behandelt wurden. Zu viel künstlich erzeugte Mineralien oder Vitamine können sich ebenfalls nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Es ist heutzutage unmöglich, keine Schad- oder Giftstoffe aufzunehmen. Aber mit einer ausgewogenen Ernährung kann man der Wirkung der Gifte etwas entgegensetzen und die Leber unterstützen.

Anstelle von Butter sollte kalt gepresstes, natives Olivenöl verwendet werden. Fast Food wie Chips, Hamburger oder Pommes frites, sollte nur äußerst selten verzehrt werden. Denn in Fast Food stecken viele so genannte Transfette. Das sind Fette mit transfigurierten Kohlenstoff-Doppelbindungen. Sie sind schädlich für die Gesundheit, denn zu viel Transfette verursachen Übergewicht und Krankheiten, insbesondere Herz-Kreislaufprobleme. Transfettsäuren sind in allen frittierten Speisen, in Fast Food, aber auch in Backwaren oder fetten Brotaufstrichen enthalten. Auch in den als so gesund propagierten Müsliriegeln stecken Transfette ebenso wie in Tütensuppen oder künstlich gehärteten Ölen. Wie schädlich fettiges Fast Food für die Gesundheit ist, belegt eine schwedische Studie. Vier Wochen lang ernährten sich gesunde und sportliche Probanden mit Fast Food. Am Ende der Studie wurden bei allen Teilnehmern erhöhte Leberwerte festgestellt, einer bekam sogar eine Fettleber und alle nahmen deutlich zu.

Schlechte Fettsäuren in der Nahrung sind aber nicht allein problematisch für die Leber, sondern zum Beispiel auch halogenisierte Kohlenwasserstoffe wie Dioxine. Immer wieder kommt es zu Dioxinskandalen. Betroffen sind Tierfutter, mitunter auch Pflanzenöle. Der hochgiftige Speicherstoff Dioxin entsteht in der Industrie und gelangt über den Boden, das Wasser oder die Luft in die menschliche Nahrung. Das Gift setzt sich im Fettgewebe des Körpers fest und wird von diesem sehr schlecht abgebaut. Gefürchtet ist vor allem die gesundheitsschädliche Langzeitwirkung der Substanz. Es kann die Immunabwehr beeinträchtigen sowie das Nervensystem und den Hormonhaushalt stören. Schäden ruft Dioxin aber auch in der Leber oder in der Schilddrüse hervor. Das Vorkommen von Dioxinen in der Nahrung beschränkt sich hauptsächlich auf tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Milch oder Fisch. In pflanzlichen Lebensmitteln kommt es in weit geringerer Konzentration vor. Dafür sind Pflanzen aus konventioneller Landwirtschaft oft mit Pestiziden belastet, die der Gesundheit schaden. Deswegen ist Bio-Produkten der Vorzug zu geben. Der kontrolliert biologische Anbau verzichtet auf den Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Insektiziden. Es werden keine synthetischen Düngemittel verwendet und Pflanzen nicht gentechnisch manipuliert.

Eine möglichst naturbelassene Kost auf pflanzlicher Grundlage kann viel zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beitragen. Sie versorgt uns mit allen notwendigen Nähr- und Vitalstoffen, ohne die Funktion der Organe zu belasten. Rohkost kann sogar zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers beitragen. Neben vielen Vitaminen und Mineralien sind in frischem Obst und Gemüse auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese Substanzen haben eine nachgewiesene gesundheitsfördernde Wirkung. Sie sollen unter anderem oft einen antikanzerogenen Effekt haben, den Körper vor Viren, Bakterien und Pilzen schützen können und als Antioxidanzien gefährliche freie Radikale im menschlichen Organismus neutralisieren. Außerdem haben viele sekundäre Pflanzenstoffe auch Einfluss auf das Immunsystem und unterstützen die körpereigene Abwehr.

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